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Takt 2015

Zukunftskonzept Nahverkehr für Rheinland-Pfalz

Mehr Mobilität in allen Regionen

Von den Maßnahmen des Zukunftskonzepts Rheinland-Pfalz-Takt 2015 profitieren alle Regionen des Landes gleichermaßen. Alle sind auf die jeweiligen Gegebenheiten und Bedürfnisse zugeschnitten – und alle sorgen für mehr Mobilität.

 

 

Westerwald-Sieg

Mehr Mobilität in den Landkreisen Westerwald und Altenkirchen bringt im neuen Rheinland-Pfalz-Takt die Oberwesterwaldbahn, die ab 2015 als durchgehende Regionalbahn stündlich auf der Strecke Limburg – Altenkirchen – Au – Betzdorf – Siegen – Kreuztal fährt und damit zahlreiche neue Direktverbindungen schafft. Zwischen Betzdorf, Siegen und Kreuztal wird es durch die neue Linie Betzdorf – Siegen – Kreuztal – Bad Berleburg sogar einen 30-Minuten-Takt geben. Im Knoten Au werden die Anschlüsse deutlich verbessert, z. B. von Altenkirchen nach Köln oder von der S12 aus Köln ins Siegtal. Einen besseren Anschluss in Richtung Wetzlar, Gießen und Frankfurt/Main bietet in Zukunft die Hellertalbahn, die dann zwischen Betzdorf und Burbach stündlich und im 2-Stundentakt weiter nach Dillenburg fährt und dort grundsätzlich Anschluss an den Mittelhessen-Express hat.

 

Region Rheinhessen-Nahe

Auch rund um die Landeshauptstadt Mainz bringt der Rheinland-Pfalz-Takt 2015 mehr Angebot und neue interessante Direktverbindungen. Ideal für Pendler: Auf der Strecke Alzey – Mainz, auf der die Züge weiter im 30-Minutentakt fahren, werden die Anschlüsse in Mainz Richtung Frankfurt/ Main und Wiesbaden deutlich verbessert. Erstmals seit Jahrzehnten wird es darüber hinaus auch wieder direkte Züge von Alzey nach Frankfurt geben; vorgesehen sind je drei Züge im morgendlichen Berufsverkehr und drei Züge am Nachmittag von Frankfurt zurück. Neu ist auch eine stündliche durchgehende RE-Verbindung von Kirchheimbolanden über Alzey nach Mainz. Die Regionalbahn soll zusätzliche Haltepunkte in Nieder-Olm Nord, Obersaulheim und Sulzheim erhalten.

 

Auf der Nahe-Strecke fährt die Regionalbahn zwischen Idar-Oberstein und Mainz ab 2015 täglich im Stundentakt – teilweise sogar über Mainz Hbf hinaus in Richtung Mainz Römisches Theater/Bodenheim. Ergänzt wird dieses Angebot durch eine ebenfalls stündlich verkehrende Regionalbahn Baumholder – Idar-Oberstein – Kirn auf der reaktivierten Strecke Heimbach – Baumholder. Zur Verbesserung der Anbindung u. a. des Umweltcampus in Neubrücke ist vorgesehen, die saarländische Regionalbahn aus Saarbrücken über Türkismühle hinaus bis Neubrücke zu verlängern. Ein neuer schneller Regionalexpress, der 3- bis 4-mal pro Tag in 1:20 Stunden zwischen Mainz und Kaiserslautern fährt, sowie die ebenfalls neue tägliche Direktverbindung im 2-Stundentakt von Kaiserslautern über Bad Kreuznach und Bingen nach Koblenz mit guten Anschlüssen in alle Richtungen bringen zusätzliche Möglichkeiten.

 

Mittelfristig soll ein neuer Haltepunkt Mainz Schottwerke, der gleichzeitig die westlichen Mainzer Stadtteile an den SPNV anbindet, für deutlich einfacheres Umsteigen zwischen den rheinhessischen Bahnstrecken sorgen.

 

Achse Frankenthal – Grünstadt

Hier bestimmt die starke Nachfrage das Angebot der Zukunft: Aufgrund der guten Auslastung der Strecke Frankenthal – Grünstadt wird ab 2015 ein ½-Stundentakt eingeführt. Die Züge fahren abwechselnd weiter nach Eisenberg/Ramsen bzw. Monsheim und schaffen somit auch von diesen Strecken eine umsteigfreie Verbindung zur Rheinachse. Zusätzlich wird es noch einzelne durchgehende Züge nach Ludwigshafen und Mannheim geben. Mit der Inbetriebnahme des neuen Haltepunktes Frankenthal Süd entsteht gleichzeitig ein sicherer ½-stündlicher Anschluss aus dem Raum Grünstadt/Freinsheim in den Rhein-Neckar-Raum.

 

Stadtbahn Wörth – Germersheim

Der im Frühjahr 2009 begonnene Ausbau der für die Region wichtigen Stadtbahn zwischen Wörth und Germersheim wird schon zum Fahrplanwechsel im Dezember 2010 mindestens im Stundentakt in Betrieb genommen. Zu dem dazu notwendigen umfangreichen Maßnahmenpaket gehören neben der Elektrifi zierung der ca. 27 km langen, zweigleisigen Strecke sieben komplett neue und fünf umgebaute Haltepunkte sowie angepasste bzw. erneuerte Gleise, Bahnübergänge, Leit-, Sicherungs- und Nachrichtentechnik. Ab 2015 wird angestrebt, die Stadt Wörth, die Ortsgemeinden Jockgrim, Rheinzabern, Rülzheim, Bellheim und die Stadt Germersheim an allen Tagen der Woche im ½-Stundentakt miteinander zu verbinden.

 

S-Bahn Rhein-Neckar 2015

Auch die 2003 als eines der größten aktuellen Nahverkehrsprojekte Europas in Betrieb genommene S-Bahn Rhein-Neckar ist einschließlich ihrer zweiten Ausbaustufe Teil des Rheinland Pfalz-Takts 2015. Dazu wird die bisherige RB-Verbindung Mainz – Worms – Mannheim mit einem durchgehenden 1/2-Stundentakt an allen Tagen der Woche in das erfolgreiche S-Bahn-Konzept integriert und mit einer grundlegenden Modernisierung sämtlicher Bahnhöfe und Haltepunkte der Strecke sowie neuen Haltepunkten in Dienheim, Frankenthal Süd und Worms Süd auf S-Bahn-Standard gebracht.