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Rheinland-Pfalz-Takt 2015

Richtung Zukunft!

20 % mehr Angebot, ein neues RE-Konzept mit schnelleren und direkteren Verbindungen zwischen den Oberzentren, neue Nahverkehrsknotenpunkte und bessere Stadt-Land-Verbindungen – das sind die Kernpunkte des neuen Konzeptes „Rheinland-Pfalz-Takt 2015"

Das ist der größte Innovationsschub für den Nahverkehr im Land seit der Gründung des Rheinland-Pfalz-Takts im Jahr 1994: Bis 2015 wird das Angebot vor allem im Schienenverkehr deutlich verbessert. Dabei wird alleine das Angebot an Fahrten um 20 % auf rund 40 Millionen Zugkilometer pro Jahr gesteigert werden. Sie dürfen sich freuen!

Neues Konzept RegionalExpress

Kernstück des Konzeptes ist eine landesweite Neukonzeption der schnellen RegionalExpress-Züge und der darauf abgestimmten Regionalbahnen, die das Rückgrat des ÖPNV in den Regionen bilden. Mehr Direktverbindungen mit kürzeren Fahrzeiten und häufigeren Fahrten sollen vor allem die fünf Oberzentren des Landes besser miteinander verknüpfen und ländliche Gebiete an die Ballungsräume anbinden – auch über die Grenze bis nach Metz oder Thionville. Trier und Koblenz werden neue Netzknoten, Kaiserslautern wird in seiner Bedeutung als Knotenpunkt deutlich aufgewertet. Gleichzeitig sollen Strecken reaktiviert werden – allen voran die Hunsrückstrecke als Anbindung des Flughafens Frankfurt-Hahn an Mainz und die Züge auf der Rheinschiene. Hier sollen ab 2015 wieder Züge zwischen Frankfurt, Bingen, Simmern und dem wichtigen rheinland-pfälzischen Airport Frankfurt-Hahn rollen.

Die oben abgebildete Karte zeigt Ihnen das Streckennetz des Konzepts RegionalExpress in einer Adobe Flashanwendung.

Mit der Maus können Sie den Kartenausschnitt verschieben. Der Regler an der Seite verändert die Zoomstufe. Für einen Darstellung der Karte als Bilddatei in einem neuen Fenster folgen Sie bitte diesem Link.

Die neuen RE-Linien ab 2015

Ab 2015 wird z. B. ein neuer, direkter Regionalexpress von Koblenz über Trier, Saarbrücken und Kaiserslautern nach Mannheim die Fahrtzeit zwischen Trier und Mannheim ohne Umsteigen um fast eine Stunde auf 2 Stunden und 24 Minuten verkürzen. Weitere neue RE Direktverbindungen sind unter anderem auf den Strecken Mainz – Kaiserslautern, Mainz – Ludwigshafen – Mannheim, Kaiserslautern – Landau – Karlsruhe, Koblenz – Trier – Luxemburg, Koblenz – Bingen – Bad Kreuznach – Kaiserslautern und Flughafen Frankfurt- Hahn – Mainz – Frankfurt geplant. Gleichzeitig soll zwischen Koblenz, Trier und Saarbrücken, Mainz und Ludwigshafen sowie Mannheim, Kaiserslautern und Saarbrücken die Taktdichte erhöht werden, so dass die Züge in Zukunft häufiger fahren. Auch bei den Regionalbahnen werden neue Direktverbindungen geschaffen und mehr Verbindungen eingerichtet.

Neue Angebote im Norden des Landes

Im Nordteil des Landes, d. h. im Zuständigkeitsbereich des Zweckverbandes SPNVNord, zu dem die Gebiete der Verkehrsverbünde Rhein-Mosel VRM und Region Trier VRT gehören, sind folgende große Neukonzeptionen geplant: Für die Region Trier soll die neue landesweite RE-Konzeption vor allem regelmäßige Direktverbindungen vom Hauptbahnhof Trier nach Koblenz, Saarbrücken, Kaiserslautern und Luxemburg im Stundentakt, nach Ludwigshafen und Mannheim im 2-Stundentakt bringen – jeweils mit verbesserten Anschlüssen an die dortigen IC- bzw. ICE-Verbindungen.

 

Im Raum Trier soll das Regionalbahnangebot teilweise neu geordnet werden. Zwischen Wittlich und Konz überlagern sich zwei Linien zum 30-Minutentakt. Die Regionalbahn auf der Obermoselstrecke soll bis Thionville fahren. Speziell für Berufspendler wird vorgeschlagen, im Zusammenhang mit der Schienenanbindung des Kirchbergs eine neue Regionalbahnlinie von Trier-Ehrang über die Weststrecke nach Luxemburg einzurichten. Auf der Eifelstrecke wird ein stündlicher Stadtexpress das Grundangebot bilden, das durch Regionalexpresszüge – so genannte Sprinter – ergänzt werden soll.

 

Im Raum Koblenz liegt ein wichtiger Schwerpunkt auf der systematischen Einbindung des neuen Bahnhaltes Koblenz- Stadtmitte, der schon im Dezember 2010 in Betrieb gehen soll, in das regionale Nahverkehrsnetz. Hier sollen in Zukunft u. a. auch die Lahntal-Bahn auf der Strecke Limburg – Koblenz und die Pellenz-Eifel-Bahn von Ulmen über Andernach nach Koblenz halten und miteinander zum neuen Stadtexpress verknüpft werden. Im Wechsel mit der Mittelrheinbahn könnte dann alle 30 Minuten ein Zug von Andernach mitten ins Herz von Koblenz fahren. Als zweiter Stadt express ist ab 2015 eine neue Direktverbindung von Traben-Trarbach nach Koblenz Hbf geplant, die allen größeren Orten zwischen Cochem und Koblenz einen neuen 1/2-Stundentakt bringt.

 

Auch Neuwied wird in Zukunft besser an Koblenz angebunden: Hier wird auch weiter der RegionalExpress RE 8 halten, der ab 2015 schneller rechtsrheinisch von Koblenz nach Köln fährt. Zusammen mit der MittelrheinBahn, die ab 2015 bis nach Neuwied verlängert werden soll, könnte es dann alle 30 Minuten über den Haltepunkt Koblenz Stadtmitte eine Verbindung zwischen Neuwied und Koblenz geben. Zusätzlich soll ein Pendelverkehr zwischen Neuwied und Oberlahnstein eingerichtet werden. Überregional sollen neue tägliche Direktverbindungen im Stundentakt nach Kaiserslautern, Saarbrücken, Luxemburg und Frankfurt – hier alle 2 Stunden mit Umstieg in Bingen – Koblenz ab 2015 zu einem zentralen Knotenpunkt im neuen landesweiten RE-Netz machen.

 

Auf der Ahrtalbahn zwischen Ahrbrück und Remagen sowie der Hunsrückstrecke zwischen Boppard und Emmelshausen ist vorgesehen, das Angebot durch deutlich verbesserte Anschlüsse an den schnellen Nah- und den Fernverkehr auf der Rheinschiene attraktiver zu gestalten. Im Westerwald ist eine stündliche Direktverbindung auf der Siegstrecke zwischen Limburg, Au und Siegen geplant. Dabei sollen die Anschlüsse in Au nach Köln verbessert und das Angebot zwischen Altenkirchen und Betzdorf sowie zwischen Westerburg und Limburg verdichtet werden. Für die neu konzipierte Regionalbahn 95 ist ab 2015 ein Stundentakt von Betzdorf über Siegen nach Bad Berleburg vorgesehen.

 

Die Route der Hellertalbahn soll in Zukunft stündlich über Dillenburg bis nach Siegen verlängert werden. Auch auf der Unterwesterwaldbahn Limburg – Montabaur – Siershahn soll ein Stundentakt eingeführt werden, und die der Aarstrecke könnte für eine neue stündliche Direktverbindung nach Limburg sorgen.

Modernisierung im Süden

Im Bereich des Zweckverbandes ZSPNVSüd, zu dem die Gebiete des Rhein-Nahe Nahverkehrsverbunds RNN, des Verkehrsverbunds Rhein-Neckar VRN und das Übergangstarifgebiet des Karlsruher Verkehrsverbunds KVV zum VRN gehören, stehen Streckenreaktivierungen und die dazu gehörenden Bahnhofsmodernisierungen im Mittelpunkt des Konzepts „Rheinland-Pfalz- Takt 2015“.

 

Als größtes Reaktivierungsprojekt ist die Wiederinbetriebnahme der Hunsrückbahn zwischen Mainz und dem Flughafen Hahn geplant. Dabei sollen die Züge zum wichtigen rheinland-pfälzischen Airport gleichzeitig gemeinsam mit dem täglich fahenden Regionalexpress Frankfurt – Koblenz zwischen Frankfurt und Bingen für ein neues, tägliches RE-Angebot im Stundentakt sorgen. Zur Verbesserung der Mobilität an der oberen Nahe wird die Reaktivierung der Strecke Heimbach – Baumholder geprüft. Zur Schaffung einer schnellen und attraktiven ÖPNV-Verbindung zwischen Kaiserslautern und Worms sollen auch auf der Zellertalbahn zwischen Monsheim und Langmeil wieder regelmäßig Züge in Linienverkehr rollen. Dazu sind allerdings noch vertiefende Untersuchungen erforderlich.

 

Ein weiterer Schwerpunkt ist der Ausbau der überaus erfolgreichen S-Bahn Rhein- Neckar für die Zukunft: Bis 2015 werden in der zweiten Ausbaustufe unter anderem 95 SBahn-Stationen um- und neugebaut. Darüber hinaus ist vorgesehen, die Integration der Bahnstrecke Homburg – Zweibrücken in die S-Bahn bis 2015 gemeinsam mit dem Saarland voranzubringen.

 

Zusätzlich zum bestehenden SBahn- und Regionalbahn-Angebot ist bis 2015 die Einrichtung schneller Regionalexpress-Züge im Stundentakt auf den Strecken Saarbrücken – Kaiserslautern und Mainz – Ludwigshafen sowie im 2-Stundentakt auf der Strecke Koblenz – Mainz – Frankfurt vorgesehen. Neue Direktverbindungen sollen zumindest in der Hauptverkehrszeit auch auf den Strecken Pirmasens – Annweiler – Landau – Karlsruhe sowie Kaiserslautern – Rockenhausen – Bad Münster – Mainz – Frankfurt eingerichtet werden. Vorgesehen ist auch ein neuer Regionalexpress auf der Alsenzbahn, der die Oberzentren Kaiserslautern und Koblenz miteinander verbinden soll. Und auch der Regionalexpress Karlsruhe – Landau – Neustadt soll alle 2 Stunden bis Kaiserslautern fahren und damit eine Verbindung zwischen den ICE Bahnhöfen Kaiserslautern und Karlsruhe herstellen.

 

Auf vielen Schienenstrecken ist die Verdichtung des Regionalbahn-Angebotes von einem Stunden- auf einen 1/2-Stundentakt geplant – so z. B. zwischen Bingen und Mainz, Mainz und Worms, Frankenthal und Grünstadt sowie Wörth und Germersheim. Und auch die Anschlüsse zwischen der Strecke Alzey – Mainz und der S- Bahn RheinMain sollen deutlich verbessert werden.

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