29.03.10

MWVLW: Verleihung Deutscher Fahrgastpreis 2010

Kategorie: Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau Rheinland-Pfalz

 

Der Fahrgastverband ProBahn hat den „Rheinland-Pfalz-Takt“ mit dem Deutschen Fahrgastpreis 2010 ausgezeichnet. Der Fahrgastverband bescheinigte dem Land Rheinland-Pfalz damit, dass der Rheinland-Pfalz-Takt als „vorbildlich und kundengerecht“ bewertet wird. Verkehrsstaatssekretär Alexander Schweitzer nahm den Preis in Neustadt an der Weinstraße entgegen. „Der Fahrgastpreis wird uns Ansporn dazu sein, in den Bemühungen um einen fahrgastfreundlichen zukunftsträchtigen Nahverkehr mit unverminderter Energie fortzufahren“, sagte Schweitzer. Der Fahrgastverband ProBahn verleiht den Fahrgastpreis jährlich am Vorabend seines Bundesverbandstages. Dieser findet in diesem Jahr in Neustadt an der Weinstraße statt. Der Preis wird Personen oder Organisationen verliehen, die sich nach Ansicht des Verbandes um den öffentlichen Verkehr besonders verdient gemacht haben.

„Gute Verkehrspolitik bedeutet auch in Zukunft gute Infrastrukturpolitik“, stellte der Staatssekretär klar. „Denn die neuen Fahrzeuggenerationen benötigen ebenfalls leistungsfähige Verkehrsnetze. Gleichzeitig gilt es, die öffentlichen Verkehrsangebote mit dem Schienenpersonennahverkehr als Rückrat weiter als Alternative zur Pkw-Nutzung zu entwickeln.“

Seit Mitte der 90er Jahre gibt es im Schienenverkehr des Landes diesen erfolgreichen Markenartikel, den Rheinland-Pfalz-Takt. „Er hat auch bundesweit Furore gemacht“, sagte Schweitzer. Mit dem Projekt „Rheinland-Pfalz-Takt 2015“ seien die Weichen für eine neue Qualitätsstufe gestellt. Kernstück ist die Schaffung eines landesweiten RegionalExpress-Netzes. Zudem wird die Hunsrückbahn wieder im Personenverkehr in Betrieb genommen und die Reaktivierung weiterer Strecken geprüft. „Die Hunsrückbahn - und damit die Anbindung des Flughafens Frankfurt-Hahn und des gesamten Hunsrücks an das bundesweite Schienennetz - sind für Rheinland-Pfalz ein herausragendes Infrastrukturprojekt.“ Die Wiederinbetriebnahme der Hunsrückbahn stelle mit 63 Kilometer bundesweit das bisher größte Reaktivierungsprojekt einer Bahnstrecke dar.

Die von den Planern der SPNV-Zweckverbände und des Landes geplanten Maßnahmen bestehen unter anderem auch aus einer Neukonzeption des RE-Netzes. So wird das Kernnetz künftig aus der Linie am Rhein und einer Halbkreisverbindung von Koblenz über Trier, Saarbrücken, Kaiserslautern und Ludwigshafen nach Mannheim bestehen, ergänzt durch RE-Linien z.B. nach Luxemburg, nach Metz, nach Nordrhein-Westfalen und Frankfurt. „Damit erreichen wir eine schnellere Verbindung der fünf Oberzentren des Landes untereinander und zu den umliegenden Großzentren als dies bislang der Fall ist. Viele Umsteigenotwendigkeiten werden entfallen“, erläuterte Schweitzer. Diese Verbindungen werden in aller Regel stündlich oder zweistündlich erfolgen, und dort wo noch Umstiege nötig bleiben, werden sie als Netzknoten ausgestaltet mit optimierten Übergängen und geringeren Wartezeiten.

 


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