Die jüngste Presseberichterstattung zu Problemen beim Fahrzeugeinsatz auf der Ahrtalbahn veranlasst den Zweckverband Schienenpersonennahverkehr Rheinland-Pfalz Nord (SPNV-Nord) zur Klarstellung der Tatsachen:
Ab Montag, 15. März 2010 wird DB Regio im Auftrag des SPNV-Nord die sog. Zwischentakte auf der Ahrtalbahn, d.h. die RegionalBahn-Leistungen zwischen Remagen und Dernau, nicht mehr mit Dieseltriebwagen, sondern mit lokbespannten Zügen erbringen. Die Ursache hierfür liegt darin, dass bis Mitte Juni 2010 jeder Triebwagen einem gründlichen Fahrzeugcheck in der Werkstatt in Kaiserslautern unterzogen werden muss, der im Ergebnis zu einer verbesserten Fahrzeugverfügbarkeit führen müsste.
Der SPNV-Nord bittet die Kunden um Verständnis für die befristete und mit DB Regio und der Kreisverwaltung Ahrweiler abgestimmte Maßnahme.
Der Vorwurf der Kreistagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, der Zweck-verband sei nicht in der Lage, Abhilfe für die Fahrzeugprobleme auf der Ahrtalbahn zu schaffen und den mit DB Regio geschlossenen Vertrag durch-zusetzen, wird hiermit in aller Deutlichkeit zurückgewiesen. Der SPNV-Nord hat seit Auftreten der Problematik gegenüber den Vertragspartnern von DB Regio auf Lösungen gedrängt und damit die Entlastungsmaßnahme erwirkt.
Von daher sieht der Zweckverband auch keinen Anlass für eine vorzeitige und außerordentliche Kündigung des Vertragsverhältnisses mit DB Regio. Letzteres wäre auch nicht Ziel führend, da es schlichtweg ausgeschlossen ist, kurzfristig einen anderen Betreiber für die Ahrtalbahn zu finden. Auch die Alternative, vorübergehend keine Züge zu fahren und durch Schienenersatz-verkehr zu ersetzen, kann nicht ernsthaft in Erwägung gezogen werden.
Ein Ausschluss der Deutschen Bahn von der bereits laufenden Neu-ausschreibung der Verkehrsleistungen ist ebenso realitätsfern. DB Regio gilt selbstverständlich trotz der derzeitigen Probleme beim Fahrzeugeinsatz auf der Ahrtalbahn als fachlich geeignetes, finanziell leistungsfähiges und zuverlässiges Unternehmen. Da ein Ausschluss von DB Regio aus dem laufenden Verfahren mit Sicherheit einer Prüfung durch die zuständige Vergabekammer unterworfen würde, kann mit ebenso großer Sicherheit prognostiziert werden, dass der SPNV-Nord einen diesbezüglichen Rechts-streit mit hoher Wahrscheinlichkeit verlieren würde. Es wäre daher absolut verantwortungslos, ein derartiges Risiko in ein laufendes Vergabeverfahren hinein zu bringen.
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